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Schreib oder stirb

Wir wollten etwas schreiben, was es so noch nie gab.: Eine Geschichte, über die man auf der einen Seite herzhaft lachen kann – und beim Umblättern bleibt einem genau dieses Lachen vor Spannung im Halse stecken.“

Sebastian Fitzek

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KLAPPENTEXT
Carl Vorlau, mysteriöser Patient einer psychiatrischen Klinik, behauptet, die siebenjährige Pia entführt und an einen geheimen Ort verschleppt zu haben. Über seine Tat will der Patient nur mit einem einzigen Menschen reden – dem Literaturagenten David Dolla, dem Vorlau ein diabolisches Angebot macht: Dolla soll ihm einen Verlagsvorschuss von einer Million Euro verschaffen, für einen Thriller über das Schicksal der kleinen Pia! Gelingt das, so wird Dolla zu einem Helden, der das Mädchen vor dem sicheren Tod rettet. Sollte Dolla den Auftrag jedoch ablehnen, will Vorlau nicht nur Pia sterben lassen, sondern auch das Leben des Agenten zerstören …

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Pünktlich zum Osterwochenende erreichte mich dieses tolle Rezensionsexemplar von Droemer. Im Vorfeld hatte ich schon einiges über den neuesten Fitzek-Thrill gelesen und mir war bewusst, dass dieses Buch stark polarisiert. Seinen Co-Autor Micky Beisenherz mag ich allerdings sehr gerne und somit war ich auf diese außergewöhnliche Kombi gespannt.

Zudem handelt es sich mit „Schreib oder Stirb“  nicht um den ersten Ausflug Fitzeks in ein „neues“ Genre.  Auch sein Buch „Der erste letzte Tag“ war anders und außergewöhnlich, aber dennoch ein Buch, das mir gefallen hat.

Und so war es auch hier. Den mit 336 Seiten ziemlich dicken Wälzer hatte ich tatsächlich innerhalb von drei Tagen gelesen, bei mir eine Seltenheit.
Der Plot ist wie ich finde ein typischer Fitzek, es gibt immer wieder unerwartete Wendungen und  somit war ich auf jeden Fall immer gewillt weiter zu lesen.
Der Humor kam ebenfalls nicht zu kurz. Ich würde eher sagen, dass es ab und zu ein bisschen zu viel des Guten war. Ich musste oft schmunzeln, das eine oder andere Mal auch lachen. Aber so manches Mal habe ich mich wirklich gefragt, aus welcher ollen Witzekiste Beisenherz die abgegriffenen, platten Zweideutigkeiten gekramt hat. Dennoch lockern seine Sprachspiele und Vergleiche die Story auf und haben mich gut unterhalten.
Im Gegenzug hatte ich mir an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Spannung gewünscht und die Passagen als etwas langatmig empfunden.  Ich hatte allerdings diesbezüglich auch nicht die größten Erwartungen. Ich finde bei einer Mischung aus Thriller und Humor kann man keine schlaflosen Nächte erwarten und im Vorfeld sollte klar sein, dass man nicht zitternd auf dem Sofa sitzen wird, um sich anschließend nicht mehr raus zu trauen.

Ich wollte auf jeden Fall wissen, welche Auflösung diese abgedrehte Story bietet und hier wurde ich nicht enttäuscht. Das Ende passt und rundet die Geschichte prima ab.

Auch wenn  „Schreib oder Stirb“ meiner Meinung nach nicht zu  Fitzeks besten Büchern gehört,  habe ich mich amüsiert und hatte entspannte Lesestunden.

Es handelt sich um ein Genre, das man so vielleicht noch nicht kennt. Es ist anders. Kein echter Thriller.

Wer sich mit seinem letzten Werk “ Der erste letzte Tag“ nicht anfreunden könnte, wird sicher auch mit diesem Buch nicht warm werden.
Wer sich allerdings auf etwas anderes, etwas Schräges einlassen will, wird sicher gut unterhalten.

Für mich persönlich ein Buch so irgendwo in der Mitte. Nicht schlecht. Aber auch nicht mit „Wow“-Effekt.

Einfach selber Lesen.
Wie immer Geschmackssache.

Autoren: Sebastian Fitzek, Micky Beisenherz
Herausgeber: Droemer HC
Seitenzahl: 336 Seiten
Preis: 19,99 € gebundenes Buch

Herzlichen Dank an den Verlag für das tolle Rezensionsexemplar!

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für Große Thriller

Wassertöchter

{Rezension} Der Thriller „Wassertöchter“ ist der dritte Band der Emma Carow Reihe. Obwohl ich die ersten beiden Teile nicht gelesen habe, war es schnell möglich sich in die Handlung einzufinden. Bei Emma Carow, die als Fallanalytikerin beim LKA Berlin arbeitet, handelt es sich um eine traumatisierte Ermittlerin, die selbst Opfer einer brutalen Vergewaltigung wurde und nun gegen das Böse kämpft, indem sie Täterverhalten analysiert und Persönlichkeitsprofile erstellt. Dies scheint einerseits nachvollziehbar, ich halte es jedoch für fraglich, dass eine derart traumatisierte Person wie Emma Carow, ausgerechnet in diesem Bereich tätig ist.

„Ich bin das Messer, du bist das Fleisch“ , dieser Satz ihres Peinigers hat sich in ihrem Kopf festgesetzt und ein neuer Fall erinnert an ihre grausame Geschichte. Ist es wieder Uwe Marquard? Der Mann der sie selbst gefangen gehalten und missbraucht hat? Er hat seine Strafe abgesessen und ist wieder frei, hat sogar ein Buch über seine Tat geschrieben und daraufhin einige Fans. Oder ist es doch nur ein Nachahmer? Marquard hat ein Alibi und auch Emmas Kollegen wirken auf sie ein, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.

Doch weitere grausame Leichenfunde festigen Emmas Vermutung, dass genau dieser perverse Typ weiter seinen bestialischen Neigungen nachgeht. Und genau dieser angeblich resozialisierte Typ wird plötzlich als Berater bei der Polizei eingesetzt, genau in der Dienststelle, in der sein einstiges Opfer als Polizistin arbeitet. Während ich von Anfang an den Drang hatte weiterzulesen, war ich hier an einem Punkt angelangt, an dem ich das Buch abbrechen wollte. Die Vorstellung war mir zu weltfremd, zu much, viel zu weit hergeholt und unrealistisch. Ebenso die Situation, als ich Emma Carow mitten in der Nacht vom Pathologen auf einem Seziertisch untersuchen lässt, um die drei Schnitte, die ihr bei ihrer Vergewaltigung zugefügt wurden mit anderen Taten zu vergleichen. Da Marquard seinerzeit verurteilt wurde nehme ich an, dass Verletzungen auch da schon untersucht und dokumentiert wurden. Also, wozu diese Szene? Für mich etwas verworren und nicht nachvollziehbar.

Dennoch konnte ich das Buch nicht zur Seite legen, die Spannung war so gut aufgebaut und steigerte sich immer weiter zum Ende hin, so dass ich die für mich unrealistischen Szenen gerne in Kauf nahm. Die Idee des Thrillers, die perfiden Gedanken des Täters, die außergewöhnlichen Taten und übergreifenden Handlungen der beteiligten Personen wirken faszinierend und mitreißend.

Vieles spielt sich im Wasser ab. Die Wasserwege in und um Berlin, sehr gut recherchiert, interessant und neu.

Ein tolles Buch. Unerwartet. Spannend. Anders.

Meine Wertung

4 Sterne

Buchdetails: 
Autor: Ule Hansen
Herausgeber: Heyne
Seitenzahl: 432 Seiten
Preis: 17,00€

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Totennektar

{Rezension}Auf „Totennektar“ von Drea Summer war ich wirklich sehr gespannt, da mich das schaurige Cover des Buches sofort ansprach. Auch der Titel weckte Spekulationen darauf, worum es sich bei Totennektar wohl handeln mag. Ich kann schon mal sagen, ich lag völlig daneben und wurde mit einer unerwarteten und grausigen Auflösung überrascht.

In diesem spannenden Thriller begibt man sich in die englische Provinz. Eine blutverschmierte nackte Frau, ein Brandzeichen, traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit und ein historischer Hintergrund, diese Story lässt nichts aus und die Ereignisse überschlagen sich von Anfang bis Ende. Man ist direkt zu Beginn mitten im Geschehen und verwickelt sich selbst immer weiter in Vermutungen und Spekulationen, die schon bald durch neue Ereignisse wieder verworfen werden. Auch verwendet Drea Summer häufig Perspektiv– und Zeitwechsel. Ich mag dies eigentlich nicht so gerne, da es mich leicht aus dem Lesefluss bringt, die Autorin bringt diese aber sehr passend in das Geschehen ein, so dass es mich überhaupt nicht störte. Im Gegenteil, sie erreicht dadurch einen schönen Spannungsbogen und man möchte von Anfang an wissen, wie es weitergeht.

Zwischendurch kommt auch der Täter zu Wort, was ich persönlich sehr mag. Davon hätte ich mir aber eindeutig mehr gewünscht, denn es ist spannend in dessen Psyche einzutauchen und sorgt für zusätzlichen Gruselfaktor.

Zu dem Ermittlerduo fand ich persönlich leider keinen wirklichen Zugang. Das ist sehr schade, denn genau diese Nähe ist für mich sehr wichtig, damit ein Krimi oder Thriller zu einer Lieblingsreihe wird. Von Chefinspektor Oliver Johnson hatte ich bis zum Schluss kein wirklich greifbares Bild vor Augen. Obwohl er durchaus seine Eigenarten hat, fehlte mir eine spannende Charaktereigenschaft die ihn zu einem interessanten Typ macht, der im Gedächtnis bleibt.

Der kurze, rasante Thriller hat mir trotzdem insgesamt gut gefallen und bekommt daher

4 Sterne

Buchdetails:
Autor: Drea Summer
Herausgeber:Empire Verlag
Seitenzahl: 276 Seiten
Preis: 11,99€

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