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für Große Krimis

Totentanz im Pulverschnee

{Rezension}

Darum geht es:

Arno Bussi, Inspektor beim österreichischen Bundeskriminalamt, begleitet seine Mutter nach Tirol, genauer gesagt nach Maria Schnee. Nicht ganz freiwillig, aber wie sollte er seiner doch sehr einnehmenden Mutter diesen Wunsch abschlagen? Immerhin hat sie schon Karten für das Eisfestival, die Suite im Luxushotel ist gebucht und die Mama wurde von ihrem Freund versetzt. Ein paar Tage Urlaub können auch Arno nicht schaden und die Möglichkeit, sich auf seinen geplanten Triathlon vorzubereiten, wird er in Maria Schmee wohl auch bekommen. So die Theorie.
Doch manchmal kommt es dann doch anders als man denkt. Kaum angekommen, beobachtet seine Mama einen Streit zwischen der schönen Rezeptionistin Rosa und einem Unbekannten und vermutet eine Entführung. Wie die Mama so ist, bedrängt sie den Arno so lange, bis dieser auf eigene Faust die Ermittlungen aufnimmt. Rosa scheint tatsächlich verschwunden zu sein, taucht dann aber als Eisprinzessin auf dem Festival wieder auf. Doch am nächsten Morgen wird eine Frauenleiche gefunden, bei der es sich dem ersten Anschein nach um Rosa handelt.

Nun schaltet sich auch Majorin Katz vom LKA ein, die nebenbei in Arno Bussi ein paar Schmetterlinge zum Leben erweckt. Als ein Schneesturm Maria Schnee heimsucht und teilweise von der Außenwelt abschneidet, kommt eins zum anderen. Seltsame Verwicklungen, Geheimnisse und unerwartet Geschehnisse machen die Ermittlungen nicht einfacher. Die Geschehnisse nehmen eine unerwartete Wende. Ob es Arno Bussi gelingt, den wahren Täter zu fassen?

Meine Meinung:

Totentanz im Pulverschnee ist der dritte Band einer Krimi-Reihe um den Ermittler Arno Bussi. Für mich war es allerdings die erste Begegnung mit dem sympathischen Kommissar, da ich die ersten beiden Bücher nicht kenne. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl hinterherzuhinken. Ich war sehr schnell in die Geschichte eingetaucht. Die sehr speziellen Charaktere sind detailreich beschrieben und Dank der tollen Ortsbeschreibungen befand ich mich gedanklich gleich mitten in Maria Schnee.

Mit dem Schreibstil hatte ich allerdings von Anfang an meine Schwierigkeiten. Zunächst dachte ich, dass das Schreiben in der dritten Person nur als Einstimmung in die Geschichte genutzt wird. Dies zieht sich aber durch das ganze Buch. Das durchgehende Setzen von Artikeln vor die Namen {„ die Mama, der Arno, der Bub“ } empfand ich als sehr störend und teilweise nervig. Dadurch –und in Kombinatiom mit seiner übergriffigen Mutter, wirkte der Kommissar Arno Bussi auf mich wie der Deppat aus der Provinz. Dabei lebt er mittlerweile in Wien und ist, wie ich finde, ein ausgesprochen sympathischer Kerl.

Ich konnte mich mit diesem Schreibstil nicht anfreunden. Die Beschreibungen der vermeintlichen Idylle von Maria Schnee und der Bewohner ließen mich des Öfteren aufstöhnen. Vor meinem inneren Auge war immerzu das Klischee der Provinz , in der ein paar Hinterweltler eine vermeintliche Idylle aufrecht erhalten wollen. Nichts sehen – Nichts hören– Nichts sagen.

Auf den ersten hundert Seiten plätscherte die Geschichte so vor sich hin, ohne dass ich einen Spannungsbogen erahnen konnte. Der durchgehende Humor brachte mich häufiger zum Schmunzeln aber nicht wirklich zum Lachen. Ab dem Zeitpunkt, als Majorin Katz in der Geschichte auftauchte, nahm der Krimi etwas an Fahrt auf. Mit ihrer resolutem Art und der Berliner Schnauze belebte sie die Handlung und erntete sofort meine Sympathien. Endlich ein normaler Mensch. Und auch der Humor traf ab der zweiten Hälfte des Buches eher meinen Geschmack und brachte mich das eine oder andere mal zum Lachen.
Endlich baute sich etwas von der ersehnten Spannung auf, diese hielt sich nach meinem Empfinden insgesamt aber eher in Grenzen.

Der Schluss des Buches zieht sich dann wieder etwas in die Länge, brachte jedoch einige unvorhersehbare Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Auch die Auflösung fand ich überraschend und klasse durchdacht.


Mein Fazit:

Das 320 Seiten lange Buch hatte ich relativ schnell und leicht durchgelesen. Das tolle Cover und der spannende Titel weckten in mir Erwartungen an einen spannenden Krimi, die leider nicht erfüllt wurden. Die Erzählung in der dritten Person empfand ich als störend. Ich ordne das Buch eher in die Rubrik amüsante Vorabendserie als den spannenden Krimi zur Prime time ein. Obwohl ich Arno Bussi äußerst sympathisch fand und das Buch einiges an Wortwitz zu bieten hatte, werde ich leider kein neuer Fan dieser Krimireihe.

Das Buch mit dem tollen Cover bekommt von mir leider nur

3 Sterne

Autor: Jörg Fischler
Herausgeber: KiWi
Seitenzahl: 320

Vielen Dank an Joe Fischler, den KiWi Verlag und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar.

Gem. §2 Abs. 5 kennzeichne ich meine Beiträge als Werbung. Verlinkungen zu Verlagen und Autoren dienen informativen Zwecken.

Von strohpiraten

Mädchenmama❤️Kinderbuchliebe❤️Thriller-Fan

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